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Allein unter vielen – Leben auf den Straßen von München

Der 53- jährige Udo Gildner führte einst ein normales Leben in der ehemaligen DDR. Er hatte einen Job als Gärtner und eine Wohnung.

Doch dann kam die Wende: der damals 28-Jährige verlor seinen Job und gleichzeitig explodierte der Freiheitsdrang in ihm.

So entschließt er sich seine Heimat Dresden zu verlassen und umher zu reisen. Mit nur einem Zelt und Schlafsack im Gepäck und kaum Hab und Gut beginnt er seine Reise.

Mit seiner Reise beginnt auch seine Obdachlosigkeit. Doch damit hatte Udo kein Problem. Auch durch den kältesten Winter kämpft er sich tapfer: „Mit dem richtigem Schlafsack ist das alles kein Problem. Nur wenn der kalte Wind pfeift, dann wird auch mir etwas kalt.“

Vor über 15 Jahren kam er dann schließlich nach München. Für diese Stadt hatte er von Anfang an einen Plan: er wollte Zeitungsverkäufer der Biss werden und sich so sein Überleben sichern. So konnte er sich jeden Tag einen Kaffee, ein belegtes Brötchen und drei Flaschen Bier leisten.

Mittlerweile hat er sogar eine eigene Wohnung, in der er bis vor kurzem noch mit seiner Freundin gewohnt hatte. Doch mit dieser ist er jetzt nicht mehr zusammen. Und damit kommt das alt bekannte Problem zurück: Die Wohnung kann er sich nicht alleine leisten. Denn die gerade einmal 32 Quadratmeter große Wohnung kostet ihn monatlich über 700 Euro.

„Es kann sein, dass ich bald wieder in meinem Schlafsack unter einer Brücke oder ähnlichem übernachten muss.“

HIER können Sie mehr über die Obdachlosigkeit (in München) erfahren.

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